Wiens öffentliche Parks
Grüne Oasen in der Stadt
Natur in Wien: Ein Führer zu den schönsten öffentlichen Parks der Stadt
Wenn Sie an Wien denken, könnte Ihr Geist gleich zu barocken Palästen und klassischer Musik wandern – aber diese elegante Hauptstadt ist auch voller üppiger grüner Flächen, die perfekt für Picknicks, lange Spaziergänge und frische Luft sind. Von kaiserlichen Gärten bis zu bewaldeten Hügeln, Natur in Wien ist überraschend zugänglich, gut gepflegt und tief im täglichen Leben verwurzelt. Hier ist Ihr Führer zu den schönsten öffentlichen Parks und natürlichen Rückzugsorten der Stadt.
1. Stadtpark
Nur wenige Gehminuten von der Ringstraße entfernt, ist der Stadtpark einer der am häufigsten fotografierten Parks in Wien, dank seiner goldenen Johann-Strauss-Statue und der charmanten Flusswege. Einheimische kommen hierher, um sich unter Weiden zu entspannen, den Enten im Teich zuzuschauen oder einen Kaffee von einem nahegelegenen Stand zu genießen. Besonders malerisch ist es im Frühling, wenn die Blumen blühen, und im Herbst, wenn die Blätter leuchtend orange werden.
2. Schönbrunner Schlossgärten
Während das Schloss Schönbrunn die Menschenmassen anzieht, bieten seine ausgedehnten Gärten einen friedlichen natürlichen Rückzugsort. Erkunden Sie von Bäumen gesäumte Alleen, prunkvolle Brunnen und versteckte Pfade, die auf den Gloriette-Hügel führen, der mit einem Panoramablick auf die Stadt belohnt. Das Palmenhaus und das Wüstenhaus bieten auch im Winter ein tropisches Erlebnis, und der Eintritt zu den Hauptgärten ist ganzjährig kostenlos.
3. Augarten
Weniger touristisch, aber von den Einheimischen geliebt, kombiniert der Augarten barocke Gartengestaltung mit weitläufigen Rasenflächen, schattigen Wegen und historischen Wahrzeichen wie dem imposanten Flakturm aus dem Zweiten Weltkrieg. Er eignet sich hervorragend für ein entspanntes Picknick oder einen Lauf und wird oft von Familien und Hundebesitzern genutzt. Außerdem beherbergt er das berühmte Augarten Porzellan-Museum und liegt in der Nähe des Karmelitermarkts für Snacks nach dem Spaziergang.
4. Praterpark
Jenseits des berühmten Riesenrads liegt einer der größten grünen Räume der Stadt. Der Praterpark erstreckt sich über mehr als 6 Quadratkilometer und umfasst Wälder, Wiesen und Wanderwege. Die baumgesäumte Hauptallee eignet sich ideal zum Joggen und Radfahren, während die äußeren Gebiete friedlich und perfekt für eine ruhige Auszeit sind. Mieten Sie ein Fahrrad oder ein Pedalauto für eine unterhaltsame Art der Erkundung.
5. Volksgarten
Eingeklemmt zwischen der Hofburg und der Ringstraße ist dieser königliche Rosengarten ein friedlicher Ort zum Entspannen, während Sie sich im Stadtzentrum aufhalten. Im Frühling und Sommer blühen hier über 3.000 Rosengehölze in sorgfältig bezeichneten Sorten. Suchen Sie sich eine Bank, bringen Sie ein Buch mit oder genießen Sie einfach den neoklassizistischen Theseus-Tempel und die kunstvollen Brunnen, die Sie umgeben.
6. Türkenschanzpark
Im 18. Bezirk gelegen, bietet dieser hügelige Park Wasserfälle, Teiche, exotische Bäume und ein charmantes Café mit einer Terrasse mit Aussicht. Es fühlt sich an wie ein geheimer Garten mit weniger Touristen und ist bei den Einheimischen für morgendliche Spaziergänge und entspanntes Verweilen am Wochenende beliebt. Achten Sie auf den türkischen Brunnen und den malerischen Aussichtsturm.
7. Lainzer Tiergarten
Für etwas Wildes gehen Sie zu diesem ehemaligen kaiserlichen Jagdgebiet im Wienerwald. Es ist ein ausgedehntes Naturschutzgebiet, das Wildschweine, Rehe und uralte Eichenwälder beherbergt. Die Wanderwege reichen von sanften Rundwegen bis zu anspruchsvolleren Anstiegen, und die Panoramaaussichten von der Hubertuswarte sind die Mühe wert. Der Eintritt ist kostenlos, aber in Teilen des Winters geschlossen.
8. Donauinsel
Diese 21 Kilometer lange Insel ist Wiens Outdoor-Spielplatz. Sie ist ideal zum Radfahren, Rollschuhlaufen, Schwimmen und Sonnenbaden. Im Sommer ist sie voller Einheimischer, die grillen oder an Veranstaltungen wie dem Donauinselfest (Europas größtem kostenlosen Musikfestival) teilnehmen. Trotz ihrer Beliebtheit ist es leicht, einen ruhigen Platz an der Küste oder in den bewaldeten Bereichen zu finden.
9. Setagayapark
Dieser kleine japanisch gestaltete Park in Döbling ist ein wahrer Geheimtip. Er wurde als Symbol der Freundschaft mit Wiens Partnerstadt Setagaya (Tokio) erbaut und verfügt über einen Koi-Teich, traditionelle Gartenlandschaft und eine friedliche, nachdenkliche Atmosphäre. Besonders schön ist er während der Kirschblütenzeit im April.
10. Kurpark Oberlaa
Im südlichen Bezirk Favoriten ist der Kurpark Oberlaa ein gestalteter Park mit Rosengärten, Wasseranlagen, Spielplätzen und Themenbereichen wie dem Japanischen Garten und dem barocken Brunnenpark. Er ist weniger bekannt bei Touristen, was ihn zu einer großartigen, abseits der ausgetretenen Pfade liegenden Option macht, um sich zu entspannen und mit Einheimischen spazieren zu gehen.
Tipps zum Genießen der Natur in Wien
- Picknicks sind willkommen: Die meisten Parks erlauben Picknicken, also bringen Sie gerne Snacks mit oder holen Sie sich etwas von einem nahegelegenen Markt.
- Öffentliche Verkehrsmittel sind Ihr Freund: Alle Parks sind mit U-Bahn, Tram oder Bus erreichbar. Sogar Lainzer Tiergarten und Donauinsel sind leicht zu erreichen.
- Jahreszeiten sind wichtig: Der Frühling bringt Blumen, der Sommer ist ideal für Seen und Festivals, der Herbst bietet Laubfarben, und der Winter bringt einen verschneiten Charme – besonders in bewaldeten Parks.
- Respektieren Sie die Natur: Befolgen Sie die örtlichen Schilder, bleiben Sie auf markierten Wegen, und räumen Sie nach sich auf, um die Parks für alle unberührt zu halten.